Manchmal stehen wir vor Herausforderungen, die sich wie ein unlösbares Rätsel anfühlen. Wir sollen loslassen und gleichzeitig Kontrolle behalten. Wir wollen Sicherheit, aber auch Freiheit. Wir wünschen uns Veränderung, halten aber an alten Mustern fest. Willkommen in der Welt der Paradoxe! Was auf den ersten Blick widersprüchlich erscheint, kann uns genau den Weg zeigen, den wir suchen.

Paradoxien – Stolpersteine oder Sprungbretter?

In der systemischen Arbeit sind Paradoxe keine Störungen, sondern wichtige Hinweise. Sie zeigen uns, dass wir in einem Denkrahmen feststecken, der vielleicht zu eng ist. Anstatt einen Widerspruch aufzulösen, kann es viel spannender sein, ihn bewusst auszuhalten – oder ihn sogar als Kraftquelle zu nutzen.

Das Paradoxe als Einladung

Viele große Entwicklungen begannen mit scheinbar widersprüchlichen Ideen:

  • Führung durch Loslassen: Je mehr Kontrolle eine Führungskraft abgibt, desto eigenverantwortlicher agiert das Team.
  • Ruhe durch Bewegung: Wer sich gestresst fühlt, braucht oft nicht noch mehr Stillstand, sondern gezielte Aktivität.
  • Klarheit durch Unsicherheit: Erst wenn wir akzeptieren, dass wir nicht alles wissen können, öffnen sich neue Perspektiven.

Der kreative Umgang mit Widersprüchen

Der Trick ist, Paradoxe nicht als Hindernisse zu sehen, sondern als Einladung, über den eigenen Schatten zu springen. Statt zu fragen „Was ist richtig?“, können wir uns fragen: „Wie kann beides wahr sein?“ Oder noch besser: „Welche neue Möglichkeit entsteht, wenn ich beides verbinde?“

Ein nächster Schritt

Wenn Sie das nächste Mal auf einen scheinbar unlösbaren Widerspruch stoßen, nehmen Sie ihn als Experiment: Was passiert, wenn Sie ihn nicht auflösen wollen, sondern mit ihm spielen?

Welche Paradoxien kennen Sie in Ihrem Leben – und was könnten sie Ihnen zeigen? Schreiben Sie mir gern Ihre Gedanken dazu!


Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert